Endoskopie

"Endoskopie: (engl.) endoscopy; Ausleuchtung und Inspektion von Körperhohlräumen und Hohlorganen mit Hilfe eines Endoskops; als diagnostische E. mit der Möglichkeit zur Entnahme einer Gewebeprobe (...), sowie zur Durchführung kleinerer operativer Eingriffe unter visueller Kontrolle (...)."
aus: Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 257ste Auflage

Endoskopie ist der zusammenfassende Begriff für Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, bei denen u.a. ein optisches Instrument durch eine vorhandene oder geschaffene Körperöffnung in das Untersuchungsgebiet gebracht wird. So kann die Beschaffenheit des zu untersuchenden Organs in Augenschein genommen und eine kleinere Operation vorgenommen werden. 

Man kann sogenannte flexible von starren Endoskopen unterscheiden. Starre Endoskope verwendet man beispielsweise bei der Besichtigung der Nasenhöhle, des Kehlkopfes, der Scheide oder eines Gelenks. Flexible Endoskope kennen viele von der Magen- oder Darmspiegelung beim Menschen. Sie sind wie die Bezeichnung vermuten lässt flexibel und können "um die Ecke" gesteuert werden.

Jede Endoskopie wird durch eine Körperöffnung durchgeführt. Diese kann vorhanden sein, wie z.B. bei der Magen- oder Darmspiegelung, während bei der endoskopischen Untersuchung eines Gelenks oder der Bauchhöhle ein kleiner chirurgischer Schnitt erforderlich ist. Meistens ist z.B. bei der Endoskopie der Bauchhöhle (Laparoskopie) mindestens ein weiterer Schnitt erforderlich, um einen Arbeitskanal in das zu behandelnde Gebiet zu bringen. Das bedeutet, dass durch eine geschaffene Körperöffnung das Endoskop eingebracht wird, und durch eine weitere ein Instrument zur Probenentnahme, Durchführung eines Eingriffs, o.ä.

Zur Zeit können wir Ihnen in unserer Praxis eine endoskopische Untersuchung mit einem starren Endoskop anbieten. Wir sind so in der Lage Prozesse in der Nasenhöhle oder oberen Atmungstrakt zu untersuchen, ggf. Gewebeproben zu entnehmen oder Fremdkörper zu entfernen. Außerdem kann auch Gehörgang, Scheide und Enddarm mit unserem Endoskop untersucht werden.

Abgesehen von der Endoskopie des Gehörgangs, die bei vielen Patienten während der Routinesprechstunde durchgeführt wird, ist bei der Endoskopie eine Sedation oder Narkose erforderlich. Abwehrbewegungen des Tieres bei der Untersuchung könnten sonst zu Verletzungen oder zur Beschädigung des Instruments führen.

Abbildungen:
Entfernung eines Fremdkörpers (Grashalm) aus dem Kehlkopf-Rachen-Bereich einer Katze

Postrhinoskopie

Um den Bereich hinter dem Gaumensegel zu inspizieren, kommt bei uns ein spezieller Spiegel zum Einsatz. Gerade bei der Katze finden sich in dieser unzugänglichen Region häufiger Fremdkörper wie z.B. Grashalme.

Das Gaumensegel unterteilt den Rachen in Mund- und Nasenrachen und ist beim Menschen durch das "Zäpfchen" gekennzeichnet, welches bei Hund und Katze fehlt.