Sachkundenachweis 40/20

Unsere Layka

Das im Dezember 2002 beschlossene Landeshundegesetz NRW unterscheidet zwischen "Gefährlichen Hunden" (§3), "Hunden bestimmter Rassen" (§10) und "Großen Hunden" (§11), die von ihrem Halter nur unter Einhaltung bestimmter Auflagen und nach erfolgreich abgelegter Prüfung der erforderlichen Sachkunde gehalten werden dürfen.

"Gefährliche Hunde" (§3)

sind Hunde, deren Gefährlichkeit nach Absatz 2 vermutet wird (Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen) oder nach Absatz 3 im Einzelfall festgestellt worden ist (z. B. Hunde die durch Aggressivität aufgefallen sind. Die Feststellung der Gefährlichkeit erfolgt durch die zuständige Behörde nach Begutachtung durch das Kreisveterinäramt).

>>> Der Nachweis der Sachkunde ist durch eine Sachkundebescheinigung des Kreisveterinäramts zu erbringen.

"Hunde bestimmter Rassen" (§10)

sind: Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu sowie deren Kreuzungen...

>>> Die Sachkundeprüfung für Halter von "Hunden bestimmter Rassen"  kann beim Kreisveterinäramt oder bei einem anerkannten Sachverständigen abgelegt werden.

"Große Hunde" (§11)

Ein Hund mit einer Widerristhöhe (Anm.: Widerrist=der erhöhte Übergang vom Hals zum Rücken)von mindestens 40 cm oder einem Gewicht von mindestens 20 kg ist nach dem Landeshundegesetz ein "Großer Hund".
Für die Halterin oder den Halter eines "Großen Hundes" gelten folgende Auflagen und Pflichten:

  • ein "Großer Hund" ist der zuständigen Behörde (...) anzuzeigen.
  • "Große Hunde" dürfen nur gehalten werden, wenn die Halterin oder der Halter die erforderliche Sachkunde und Zuverlässigkeit besitzt
  • der "Große Hund" muss fälschungssicher mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein
  • für den "Großen Hund" muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen  und dies gegenüber der zuständigen Behörde nachgewiesen werden
  • "Große Hunde" sind außerhalb eines befriedeten Besitztums innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen angeleint zu führen.

>>> Unsere Kleintierpraxis (Dr. med. vet. Kathrin Zeidler) ist durch die Tierärztekammer Nordrhein zur Abnahme der Sachkundeprüfung für große Hunde autorisiert.

Die Sachkundeprüfung ist jederzeit möglich, aber wir empfehlen interessierten Hundehaltern einen Termin zu vereinbaren, um Wartezeiten zu vermeiden.
Es empfiehlt sich, sich auf die Fragen vorzubereiten.

Die Tierärztekammer Nordrhein bietet auf ihrer Internetseite alle Fragen zur Vorbereitung an. (click!)

Aus unserer Sicht sollten idealerweise alle Hundehalter in der Lage sein, die geforderten Fragen zu beantworten, da sie teils vorauszusetzendes Allgemeinwissen abfragen und teils die Grundlage für das Verständnis der Verhaltensweisen "des besten Freundes des Menschen" bilden. Viele Missverständnisse zwischen Hund und Mensch können durch die Einhaltung einfacher Verhaltensregeln verhindert werden.

Der Sachkundetest sollte mit der angemessenen Ernsthaftigkeit abgelegt werden. Werden mehrere Fragen falsch beantwortet oder werden Hilfsmittel verwendet kann die Sachkunde nicht bescheinigt werden.
Auch bei Nichtbestehen sind die Prüfungsgebühren zu zahlen.